Abschied von Carol Salten-Lehmann

Wir verabschieden uns von einem wertvollen Mitglied unserer Gruppe, der Keramikerin Carol Salten-Lehman.

Mit ihr verlieren wir nicht nur eine geschätzte Künstlerin, sondern auch einen Menschen, der unsere Gemeinschaft über viele Jahre bereichert hat.

Mit ihr verlieren wir nicht nur eine geschätzte Künstlerin, sondern auch einen Menschen, der unsere Gemeinschaft über viele Jahre bereichert hat.

Unsere Kollegin Barbara Dühring, die Carol lange kannte und viele Erinnerungen mit ihr verbindet, hat einige persönliche Worte über sie und ihre gemeinsame Zeit geschrieben.

„Ich kannte Carol ca. 45 Jahre – also viele Jahre und hatten mal mehr , mal weniger miteinander zu tun. 1980 zog ich für ein Jahr nach Lutter am Barenberge in ein alternatives Projekt. Auch Uwe Kurzbein war ein Teil dessen und hatte als Architekt aus beruflichen Gründen schon Kontakt zu Carol und machte uns miteinander bekannt. Carol lebte damals mit ihrer Familie in Hahausen, einem Nachbarort von Lutter. 

Wir besuchten sie gerne und häufig, und wurde von ihr verwöhnt mit gutem Essen und wunderbaren Gesprächen. Damals begann sie keramisch zu arbeiten, ich war noch bei Hubertus Menzel als Gesellin, später freischaffend und so genossen wir unseren Kontakt.

In der Töpferei Menzel in Königslutter hatten wir einen Noborigama, einen japanischen Holzofen,  gebaut. Carol stieg mit ein in die Gruppe, die diesen Brennofen 1 bis 2 Mal im Jahr brannte. Das war jedes Mal eine Riesenaktion, die uns alle zusammenbrachte und zusammenschweißte.

1981 zog ich nach Braunschweig und mietete mir eine kleine Werkstatt, Carol trennte sich von ihrem Mann und zog nach Goslar und machte sich dort selbständig, produzierte Geschirr bis in die 90er Jahre. Mit ihrem neuen Partner unternahm Carol viele Reisen nach Italien und betreuten dann in der Toskana für Menschen, die dort nur zeitweise lebten, deren Häuser. Sie kümmerten sich um diese, lebten aber auch dort und genossen Italien. Eine Geschirrwerkstatt hatte Carol dort nicht, fing aber an, ihre gebauten, geklopften und polierten Gefäße zu fertigen, die sie dann in Deutschland brannte, einfärbte und wachste.

Als wir Anfang der 2000er Jahr mit dem Markt der schönen Dinge im Botanischen Garten begannen, kam sie ab und zu als Ausstellerin dazu und präsentierte ihre archaischen Gefäße.

Später zogen Carol und Horst dann nach Braunschweig und arbeitete in kleinem Rahmen hier weiter an ihrer Keramik und trat dann auch der AKB bei.

In den letzten Jahren machten ihr die Auswirkungen einer Borreliose sehr zu schaffen. Die Teilnahme an Ausstellungen und Märkten wurden durch diese Belastung immer seltener.

Auch gemeinsame Unternehmungen wurden dadurch schwieriger, regelmäßige Cafébesuche im Magniviertel gab es noch. Als dann in ihrer Nachbarschaft ein Café eröffnete, wurde dies der einfachste Treffpunkt und sozusagen zu ihrem zweiten Wohnzimmer. Beim letzten Treffen Ende Juni war Carol plötzlich ganz klein und schwach. Das hat mir einen Schreck versetzt.

Zuletzt hatte sie noch Familienbesuch, auch aus den USA, der ihr viel Freude bereitet hat. Nun hat Carol uns ganz plötzlich am 20. Juli, innerhalb von wenigen Stunden, verlassen – in Würde, wie sie es sich wünschte. “ – Barbara Düring

Die Trauerfeier und Beisetzung findet am 27. August, um 12:00 Uhr, in der Hauptkapelle des Braunschweiger Hauptfriedhofes statt.

Wir werden Carol in liebevoller Erinnerung behalten.

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